Das Wichtigste in Kürze
Eine Suppenkur hilft beim Abnehmen über ein einfaches Prinzip: Du isst für einige Tage überwiegend Suppe und nimmst dadurch weniger Energie auf, als du verbrauchst. Damit das ohne Hungerfrust gelingt, zählen Eiweiß und Sättigung. Entscheidend ist außerdem die Zeit danach: Wer die Suppe als festes Mittagessen beibehält, hält den neuen Rhythmus leichter.
Stand: Oktober 2026 | erstellt von der Street Soup Redaktion
Nach den Feiertagen, vor dem Urlaub oder einfach, weil die Lieblingshose zwickt: Viele suchen einen klaren Startpunkt, um abzunehmen. Eine Suppenkur zum Abnehmen ist dafür beliebt, weil sie einfach ist. Du musst nicht kochen, nicht wiegen und nicht lange überlegen, was auf den Teller kommt. Doch wie funktioniert Abnehmen mit Suppe eigentlich, wie lange sollte eine Suppenkur dauern und was passiert danach? In diesem Ratgeber findest du die Antworten.
In diesem Artikel erfährst du:
- was eine Suppenkur ist und wie sie sich vom Suppenfasten unterscheidet,
- wie Abnehmen mit Suppe funktioniert,
- worin sich Suppenkur und Saftkur beim Sattwerden unterscheiden,
- welche der drei Stufen zu dir passt und
- was nach der Kur kommt, damit der Effekt bleibt.
Was ist eine Suppenkur?
Bei einer Suppenkur ersetzt du für einen festen Zeitraum, meist drei bis sieben Tage, einige oder alle Mahlzeiten durch Suppe. Beim klassischen Suppenfasten stehen oft dünne Gemüsesuppen oder Brühen auf dem Plan. Eine moderne Suppenkur setzt dagegen auf gebundene Cremesuppen, die eine richtige Mahlzeit ersetzen. Im englischen Sprachraum heißt der Trend auch Souping.
Die Grundidee ist schnell erklärt: Suppe besteht zu einem großen Teil aus Wasser, liefert pro Portion wenig Energie und füllt trotzdem den Magen. Wird sie aus Hülsenfrüchten wie Linsen, Erbsen oder Kichererbsen gemacht, kommt Eiweiß dazu. Genau diese Kombination entscheidet darüber, ob du eine Kur entspannt durchhältst oder ob sie am zweiten Abend am Kühlschrank endet.
Wie funktioniert Abnehmen mit einer Suppenkur?
Abnehmen folgt einer einfachen Regel: Du nimmst ab, wenn du über einen längeren Zeitraum weniger Energie aufnimmst, als dein Körper verbraucht. Kein Lebensmittel und keine Kur hebelt dieses Prinzip aus. Eine Suppenkur macht es dir aber leichter, das Defizit einzuhalten, und zwar aus zwei Gründen.
Suppe macht satt, ohne viel Energie zu liefern.
Wie stark das wirkt, hat eine Studie aus dem Jahr 2007 (Flood J.E., Rolls B.J. 2007)[1] untersucht. 60 Erwachsene aßen vor dem Mittagessen entweder eine Gemüsesuppe oder keine Vorspeise. Mit Suppe nahmen sie über die gesamte Mahlzeit rund 20 Prozent weniger Energie auf, obwohl die Suppe selbst mitgezählt wurde. Ob Brühe und Gemüse getrennt, stückig oder püriert serviert wurden, spielte dabei keine Rolle.
Eiweiß hält länger satt.
Eine Übersichtsarbeit aus dem Jahr 2015 (Leidy H.J., Clifton P.M., et al. 2015)[2] fasst zusammen: In kürzeren, kontrollierten Studien führte eine eiweißreichere Ernährung während einer Kalorienreduktion zu mehr Gewichtsverlust, mehr Fettabbau und einem besseren Erhalt der Muskulatur als eine eiweißärmere. Die Autoren nennen 1,2 bis 1,6 Gramm Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht am Tag als sinnvollen Bereich. Langfristig hängt der Erfolg vor allem davon ab, ob man dabei bleibt. Zum Vergleich: Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE, Referenzwerte Protein)[3] empfiehlt gesunden Erwachsenen von 19 bis unter 65 Jahren 0,8 Gramm.
Für deine Suppenkur heißt das: Achte darauf, dass die Suppe nicht nur aus Brühe besteht, sondern Eiweiß liefert. Die Cremesuppen von Street Soup basieren auf Linsen, Erbsen und Kichererbsen und kommen auf 8,5 bis 12 Gramm Eiweiß pro Becher bei 131 bis 159 Kilokalorien. Damit stammen bei allen Sorten mehr als 20 Prozent der Energie aus Eiweiß. Was eine Instant-Suppe sonst noch gesund macht, liest du im Artikel Wie gesund sind Instant-Suppen?
Suppenkur oder Saftkur: Was macht satter?
Die Saftkur ist der bekannteste Gegenspieler der Suppenkur. Beide ersetzen für einige Tage feste Mahlzeiten, beide versprechen einen Neustart. Beim Sattwerden unterscheiden sie sich aber deutlich.
Merkmal |
Saftkur |
Suppenkur mit Cremesuppen aus Hülsenfrüchten |
Basis |
Obst- und Gemüsesäfte |
Linsen, Erbsen, Kichererbsen und Gemüse |
Eiweiß |
kaum, Obst und Gemüse liefern wenig Eiweiß |
8,5 bis 12 g pro Becher (Street Soup) |
Ballaststoffe |
wenig, die Fasern bleiben beim Pressen größtenteils im Trester |
Hülsenfrüchte bringen ihre Ballaststoffe mit |
Zucker |
Fruchtzucker aus dem Saft |
1,7 bis 7,1 g pro Becher (Street Soup) |
Temperatur |
kalt |
warm |
Kühlung |
meist nötig |
nicht nötig |
Für viele ist eine warme, eiweißhaltige Mahlzeit gerade an Arbeitstagen angenehmer als Saft, weil sie länger vorhält. Das ist kein Urteil über Säfte als Teil einer ausgewogenen Ernährung, sondern eine Frage der Sättigung.
Ablauf: Welche Stufe passt zu dir?
Eine Suppenkur muss kein Alles-oder-nichts sein. Bei Street Soup kannst du zwischen drei Stufen wählen. Die Werte in der Tabelle beziehen sich auf die Becher der Suppenkur 5 Tage mit 30 Cremesuppen in sechs Sorten.
Stufe |
Suppen pro Tag |
So sieht dein Tag aus |
Energie aus Suppen |
Eiweiß aus Suppen |
Die Box reicht für |
Sanft |
2 |
zwei kleine Mahlzeiten oder Snacks ersetzen, sonst normal essen |
rund 295 kcal |
rund 21 g |
15 Tage |
Aktiv |
3 |
Frühstück und Mittagessen durch Suppe ersetzen, abends eine normale Hauptmahlzeit |
rund 445 kcal |
rund 32 g |
10 Tage |
Intensiv |
6 |
alle Mahlzeiten durch Suppe ersetzen |
rund 885 kcal |
rund 64 g |
5 Tage |
Mit Sanft startest du ohne großen Verzicht und gewöhnst dich an die Suppe als feste Mahlzeit. Aktiv ist der Mittelweg für alle, die einen klaren Rahmen wollen, abends aber nicht auf ein gemeinsames Essen verzichten möchten. Intensiv ist ein kurzes, konsequentes Reset über wenige Tage.
Gut zu wissen beim Plan Intensiv:
Sechs Becher am Tag liefern zusammen rund 11,7 Gramm Salz. Das liegt deutlich über dem Orientierungswert der DGE von bis zu 6 Gramm Speisesalz pro Tag (DGE, Fragen und Antworten zu Speisesalz)[4]. Plane Intensiv deshalb nur für wenige Tage, trink über den Tag verteilt ausreichend Wasser und wähle Sanft oder Aktiv, wenn du aus gesundheitlichen Gründen auf deine Salzzufuhr achten musst. Wer schwanger ist, stillt, regelmäßig Medikamente nimmt oder gesundheitliche Beschwerden hat, spricht vor jeder Kur mit der Ärztin oder dem Arzt.
Wie ein Tag in deiner Stufe aussehen kann, wie viele Becher du für deine Dauer brauchst und welche Box dazu passt, siehst du hier:
Welche Suppenkur passt zu dir?
Wähle deine Stufe und deine Dauer. Du siehst sofort, wie ein Tag aussehen kann, wie viele Becher du brauchst und welche Box passt.
1. Deine Stufe
2. Deine Dauer in Tagen
Beispieltag zur Orientierung mit den sechs Sorten der Suppenkur 5 Tage. Energie und Eiweiß je Becher (300 ml) laut Nährwerttabelle der Produktseite.
So kommst du gut durch die Kurtage:
- Trink genug: Wasser oder ungesüßter Tee über den Tag verteilt.
- Verteile die Suppen gleichmäßig, damit keine langen Pausen entstehen, in denen der Hunger wächst.
- Peppe die Suppe auf, zum Beispiel mit frischen Kräutern, fein gehackten Tomaten oder einem Spritzer Zitrone.
- Wähle ruhige Tage ohne Geburtstage, Grillabende oder Geschäftsessen.
- Bleib in Bewegung, aber ohne Leistungsdruck: Ein Spaziergang passt besser als ein hartes Training.
Wie viel kann man mit einer Suppenkur abnehmen?
Eine seriöse Zahl gibt es dafür nicht, und wir nennen bewusst keine. Wie viel du abnimmst, hängt von deinem Energieverbrauch, deiner Ausgangslage, der gewählten Stufe und vor allem davon ab, wie du nach der Kur weiterisst. Was die Waage in den ersten Tagen zeigt, ist außerdem nicht nur Fett: Isst du weniger, leert der Körper zuerst seine Kohlenhydratspeicher, und mit ihnen geht gebundenes Wasser. Das ist normal, kommt aber zurück, sobald du wieder mehr Kohlenhydrate isst. Sieh die Suppenkur deshalb als Startschuss, nicht als Ziel.
Nach der Suppenkur: So bleibt der Effekt
Die größte Gefahr nach jeder Kur ist der Weg zurück in alte Muster. Hier hat die Suppenkur einen echten Vorteil: Die Suppe passt auch danach in deinen Alltag. Viele unserer Kundinnen und Kunden ersetzen nach der Kur einfach eine Mahlzeit am Tag, zum Beispiel das Mittagessen im Büro, statt zum Bäcker oder zur Imbissbude zu gehen. So bleibt ein Teil des Defizits ganz nebenbei erhalten, ohne dass du an eine Diät denken musst.
Weil du bei einer Suppenkur weiter richtige Mahlzeiten isst und nicht fastest, brauchst du keine langen Aufbautage wie nach einer Fastenkur. Starte trotzdem mit leichten Mahlzeiten, statt am ersten Abend groß essen zu gehen.
Drei Gewohnheiten, die nach der Kur helfen:
- Eine feste Suppenmahlzeit am Tag, am besten mittags. Ideen für die Mittagspause findest du im Artikel Fitness-Essen und Mittagspause.
- Eiweiß in jede Mahlzeit: Hülsenfrüchte, Joghurt, Quark, Eier, Fisch oder Tofu.
- Suppe oder Gemüse zuerst: Wer mit einer Suppe oder einem Salat beginnt, isst danach oft weniger, wie die Studie oben zeigt.
Wer nach der Kur lieber einen längeren, festen Rahmen möchte, findet ihn in der Diätbox 28 Tage mit 82 Mahlzeiten.
Suppenkur selbst kochen oder fertig kaufen?
Natürlich kannst du deine Suppen selbst kochen. Eine Linsen- oder Erbsensuppe ist schnell gemacht, und welche Cremesuppen es überhaupt gibt, zeigt dir unser Überblick Welche Cremesuppen gibt es? Der Haken liegt im Alltag: Für fünf Tage im Plan Intensiv brauchst du 30 Portionen, die gekocht, gekühlt, transportiert und aufgewärmt werden müssen. Wer arbeitet, scheitert oft nicht am Willen, sondern an der Logistik.
Eine fertige Suppenkur nimmt dir genau das ab. Die Suppenkur 5 Tage von Street Soup enthält 30 Becher in sechs Sorten: Linse, Erbse, Kichererbse, Tomate, Spinat und Pilz. Jeder Becher ist mit heißem Wasser in 60 Sekunden fertig, braucht keine Kühlung und besteht aus natürlichen Zutaten ohne Geschmacksverstärker. Für einen kürzeren Einstieg gibt es die Suppenkur 3 Tage mit 15 Bechern, und wer zuerst die Sorten testen möchte, startet mit dem Probier-Set.
Fazit: Eine Suppenkur ist ein guter Startpunkt
Eine Suppenkur nimmt dir das Abnehmen nicht ab, sie macht den Anfang aber deutlich einfacher. Suppe füllt den Magen mit wenig Energie, Eiweiß aus Hülsenfrüchten hält dich zusätzlich satt, und die fertigen Becher nehmen dir Planung und Kochen ab. Wähle die Stufe, die zu deinem Alltag passt, achte beim Plan Intensiv auf Salz und Dauer und behalte nach der Kur eine Suppenmahlzeit am Tag bei. Wie eine Instant-Suppen-Diät über sieben Tage aussehen kann, zeigt dir der Artikel Instant-Suppen-Diät, und alles rund um Eiweiß findest du im Ratgeber Proteinreiche Suppen für Sportler.
Häufige Fragen zur Suppenkur
Kann man mit einer Suppenkur abnehmen?
Ja, wenn du während der Kur weniger Energie aufnimmst, als du verbrauchst. Die Suppenkur erleichtert das, weil Suppe den Magen mit wenig Energie füllt und Cremesuppen aus Hülsenfrüchten zusätzlich Eiweiß liefern. Wie viel du abnimmst, hängt von deinem Verbrauch, der gewählten Stufe und deiner Ernährung nach der Kur ab.
Wie lange sollte eine Suppenkur dauern?
Die meisten Suppenkuren dauern drei bis sieben Tage. Wenn du alle Mahlzeiten ersetzt, sind drei bis fünf Tage ein guter Rahmen. Ersetzt du nur eine oder zwei Mahlzeiten am Tag, kannst du die Kur auch über zwei Wochen strecken und sie danach als Alltagsgewohnheit fortführen.
Wie viele Suppen isst man bei einer Suppenkur am Tag?
Das hängt von der Stufe ab. Im Plan Sanft sind es zwei, im Plan Aktiv drei und im Plan Intensiv sechs Suppen am Tag. Mit der Suppenkur 5 Tage und ihren 30 Bechern kommst du damit 15, 10 oder 5 Tage aus.
Macht eine Suppenkur satt?
Eine Suppenkur macht dann satt, wenn die Suppen mehr liefern als Brühe. Cremesuppen aus Linsen, Erbsen oder Kichererbsen bringen Eiweiß und Ballaststoffe mit. Die Cremesuppen von Street Soup enthalten 8,5 bis 12 Gramm Eiweiß pro Becher.
Ist eine Suppenkur besser als eine Saftkur?
Beim Sattwerden hat die Suppenkur meist die Nase vorn. Säfte liefern kaum Eiweiß und wenig Ballaststoffe, Cremesuppen aus Hülsenfrüchten dagegen beides. Dazu kommt, dass eine warme Mahlzeit für viele angenehmer ist, vor allem an Arbeitstagen und in der kalten Jahreszeit.
Was isst man nach einer Suppenkur?
Starte mit leichten Mahlzeiten und achte darauf, dass jede Mahlzeit eine Eiweißquelle enthält. Viele behalten nach der Kur eine Suppe am Tag als festes Mittagessen bei. So bleibt ein Teil des Defizits erhalten, ohne dass du an eine Diät denken musst.
Für wen ist eine Suppenkur nicht geeignet?
Eine Suppenkur ist nichts für Schwangere, Stillende, Kinder und Jugendliche sowie für Menschen mit einer Essstörung in der Vorgeschichte. Wer regelmäßig Medikamente nimmt oder in ärztlicher Behandlung ist, klärt die Kur vorher ärztlich ab. Im Zweifel ist der Plan Sanft mit zwei Suppen am Tag der bessere Einstieg.
Quellenangaben
[1]: Flood J.E., Rolls B.J. (2007): Soup preloads in a variety of forms reduce meal energy intake. Appetite 49(3), 626-634. Verfügbar unter: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/17574705/.
[2]: Leidy H.J., Clifton P.M., Astrup A., et al. (2015): The role of protein in weight loss and maintenance. American Journal of Clinical Nutrition 101(6), 1320S-1329S. Verfügbar unter: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/25926512/.
[3]: Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE): Referenzwerte Protein. Verfügbar unter: https://www.dge.de/wissenschaft/referenzwerte/protein/.
[4]: Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE): Ausgewählte Fragen und Antworten zu Speisesalz. Verfügbar unter: https://www.dge.de/fileadmin/dok/presse/meldungen/2011-2018/Speisesalz_FAQs.pdf.